Seit 1901 gibt es die Firma Janisch in Ilz, seit 1968 sind wir in der Haustechnik tätig. Heute arbeitet mit Silvan Tesar die fünfte Generation im Betrieb.
Ansichtskarte „I. Fahrrad-Erzeugung des Ferdinand Janisch in Jlz b. Fürstenfeld, Steiermark“
Chronik
Von 1901 bis heute
Die Stationen unseres Familienbetriebs, vom Radlmacher 1901 bis zum neuen Schauraum 2026.
1901
1901: Der „Radlmacher Janisch“
Ferdinand Janisch gründete den Betrieb im alten Vögl-Haus in Ilz, der späteren Servus-Buchhandlung. Er wurde als „Radlmacher Janisch“ bekannt und baute eigene Fahrräder, laut Prospekt in drei verschiedenen Modellen.
Werbekarte: Schlosserei und Fahrrad-Erzeugung, Preise der Janischräder in Kronen
1906
1906: Übersiedlung ins Haus Ilz Nr. 23
Nach fünf Jahren übersiedelte der Betrieb in das Haus Ilz Nr. 23, das Ferdinand Janisch 1906 erbaute. Heute ist es das Apothekerhaus. Teile wie Kettenglieder, Felgen und Reifen holte Ferdinand Janisch mit dem Fahrrad aus Graz, auch von den Puchwerken, und brachte sie im Rucksack nach Hause.
Ansichtskarte „Erste Ost-Steiermärk. Fahrrad-Erzeugung u. Maschinen-Handlung. Ferd. Janisch in Jlz.“
1920
1920: Bürgermeister und Wehrhauptmann
Ferdinand Janisch I war von 1920 bis 1928 Bürgermeister von Ilz und 16 Jahre lang Wehrhauptmann der Ilzer Feuerwehr. Seine technischen Fachkenntnisse kamen der Feuerwehr zugute, sie erreichte eine führende Stellung im Bezirk.
Ferdinand Janisch I
1920er
1920er: Benzinmotoren
Mit dem Benzinmotor kamen Verkauf und Reparatur der damals sehr modernen Motoren dazu. Ferdinand Janisch II wurde dafür nach der Realschule eigens als Volontär ausgebildet. Bald kannte man die Firma Janisch in weitem Umkreis als Adresse für Benzinmotoren.
Motorrad mit Beiwagen vor dem Geschäft
1933
1933: Haus Ilz Nr. 79
Ferdinand Janisch II kaufte das Haus Ilz Nr. 79 und baute daneben einen großen Vorratsraum und eine Garage. Im selben Jahr heiratete er Aloisia (genannt Luisi) Weghofer, eine ausgebildete Fotografin. Sie führte die Buchhaltung und baute den Nähmaschinenhandel auf.
Aloisia „Luisi“ Janisch
1938
1938: Kauf des Posthauses
Ferdinand Janisch II kaufte das Posthaus Nr. 61 samt Grund. Auf diesem Grund entstand ab 1953 das Hauptgebäude Ilz 150.
Ferdinand Janisch II
1939
1939: Die nächste Generation
1936 kam Tochter Ilse zur Welt, 1939 Sohn Ferdinand Janisch III. Er sollte den Betrieb später übernehmen.
Ilse und Ferdinand Janisch als Kinder
1940
1940: Kriegsjahre
Aloisia Janisch starb 1940 viel zu früh an einer Lungenentzündung. Im Zweiten Weltkrieg gab es praktisch keinen Verkauf, hauptsächlich Reparaturen. Wegen der Treibstoffknappheit wurden sogar Auto- und LKW-Motoren auf Holzvergaserbetrieb umgebaut.
Männer an einem Lastwagen mit großem Kessel
Nach 1945
Nach 1945: Erster Steyr-Händler der Oststeiermark
Nach dem Krieg musste die Landwirtschaft angekurbelt werden. Als die Steyr-Werke Traktoren bauten, begann die Firma Janisch als erster Händler der Oststeiermark mit Verkauf und Kundendienst von Traktoren.
Traktoren vor dem Haus
1949
1949: Ferdinand Janisch II übernimmt
Der Firmengründer starb 1949 an einem Sonntag während eines Feuerwehrfestes. Erst jetzt übernahm Ferdinand Janisch II die Leitung der Firma, sein Bruder Franz war für die Werkstätte im Haus Ilz Nr. 23 zuständig.
Die Mannschaft vor dem Werkstatttor
1953
1953: Neubau des Hauptgebäudes
Das ehemalige Wirtschaftsgebäude wurde abgetragen. Es entstanden ein Lagerraum mit drei Garagen, eine Tankstelle und der Keller des Hauptgebäudes. Ein Jahr darauf folgten das zweistöckige Geschäftshaus, die Werkstätte und eine Montagehalle.
Ansichtskarte „Sommerfrische Ilz, Stmk.“
1955
1955: Die Werkstätte übersiedelt
Nach dem Bau einer Autowaschhalle mit zwei Hebebühnen und sieben weiteren Garagen wurde der Werkstättenbetrieb teilweise in die neue Halle beim Haus Nr. 150 verlegt. Das Hauptgeschäft war damals der Verkauf von Traktoren mit Zusatzgeräten und von landwirtschaftlichen Maschinen.
Luftbild mit dem Geschäftshaus Ferdinand Janisch
Um 1960
Um 1960: Mähdrescher
Das Verkaufsprogramm wuchs um Großgeräte: Mähdrescher der Welser Epple-Werke. Verkauft wurde vor allem über den guten Kundendienst und die gut geschulten Fachkräfte.
Traktoren auf dem Platz vor dem Geschäftshaus
1966
1966: Die dritte Generation
Nach dem plötzlichen Tod von Ferdinand Janisch II im Dezember 1965 übernahm sein Sohn Ferdinand Janisch III, genannt „Ferry“, den Betrieb. Er gab die Werkstätte im Haus Nr. 23 auf. Ab 1966 arbeiteten alle Mitarbeiter im Haus Ilz Nr. 150.
DI Ferdinand „Ferry“ Janisch
1968
1968: Einstieg in die Haustechnik
Als erstes steirisches Unternehmen begann die Firma Janisch, Schutzraum-Teile zu erzeugen und ganze Schutzräume auszustatten. Über die Lüftungstechnik entstand daraus ein neuer Geschäftszweig. Im selben Jahr kam eine eigene PKW-Werkstätte dazu.
Firmenzeichen mit KFZ-Betrieb, Heizung, Lüftung, Sanitär und Schutzraum
1969
1969: Konzession für Gas, Wasser und Heizung
DI Ferdinand Janisch absolvierte die Konzessionsprüfung für Gas- und Wasserinstallationen und den Zentralheizungsbau. Damit konnte der geschäftliche Rückgang abgefangen werden. Dazu kam ein Ersatzteillager für die PKW-Werkstätte.
Firmenwerbung „Heizung Sanitär“
1970
1970: Vertretung von Mazda
Die Firma Janisch übernahm die Vertretung der Automarke Mazda. Franziska Janisch unterstützt seit damals mit voller Tatkraft den Betrieb.
Mazda RX-7 an der Tankstelle
1981
1981: 80 Jahre Familienbetrieb
Zum 80-jährigen Jubiläum wurde der Ausstellungsbereich termingerecht modern gestaltet. Schon 1976 hatte das zweistöckige Geschäftshaus einen Personen- und Lastenlift bekommen.
Das Geschäftshaus mit Autohaus, Tankstelle, Heizung und Sanitär
1993
1993: Abschied von der Tankstelle
DI Ferdinand Janisch ließ die Tankstelle auf, um sich stärker auf Installationen und das Autogeschäft zu konzentrieren. Das Erdgeschoß des Geschäftshauses bekam einen neuen Vorbau.
Die Tankstelle vor dem Geschäftshaus
2001
2001: Die vierte Generation
DI Luise Janisch, die Tochter von DI Ferdinand Janisch, und ihr Ehemann DI Robert Tesar kamen in den Familienbetrieb.
DI Luise Janisch
2002
2002: 100 + 1 Jahre
Mit einer Hausmesse ab 12. April 2002 feierten wir „100 + 1 Jahre“ Familienbetrieb. Auf dem Programm stand unter anderem die Prämierung der zehn ältesten Janisch-Rechnungen.
Plakat zur Hausmesse 2002
2019
2019: Fokus auf die Haustechnik
Die KFZ-Sparte mit Autohaus und Werkstätte wurde geschlossen. Seitdem konzentrieren wir uns ganz auf die Haustechnik.
Unsere Kundendienstfahrzeuge, 2024
2023
2023: Die fünfte Generation
Mit Silvan Tesar, dem Sohn von DI Luise Janisch, arbeitet die fünfte Generation im Betrieb. Er macht die Lehre zum Installations- und Gebäudetechniker und studiert berufsbegleitend.
Silvan Tesar
2024
2024: Das Geschäftshaus wird ausgeräumt
Ab Juni 2024 räumten wir das Geschäftshaus in Ilz 150 aus.
Das Geschäftshaus vor dem Umbau
2025
2025: Umbau
Ab Mai 2025 wurde das Gebäude umgebaut. Während der Bauphase waren wir in unserer alten Werkstatt untergebracht, der Betrieb lief ohne Einschränkungen weiter. Beim Umbau haben wir die Rohre der Betonkernaktivierung verlegt und bei der Haustechnik mitgearbeitet.
Ilz 150 im Mai 2025
2026
2026: Neuer Schauraum im Hauptgebäude
Das Hauptgebäude ist heute das Gesundheitszentrum Ilz 150, und wir sind wieder eingezogen. Am 19. September 2026 eröffneten wir bei unserer Hausmesse zum 125-jährigen Bestehen des Familienbetriebs den neuen Schauraum.
Der neue Schauraum am Abend
Fünf Generationen
Die Geschichte im Detail
1
Erste Generation
Ferdinand Janisch I
Ansichtskarte von Ilz mit dem Geschäft F. Janisch
Die Firma wurde 1901 von Ferdinand Janisch gegründet, dem Großvater von DI Ferdinand Janisch. Er wurde als der „Radlmacher Janisch“ bekannt. Der Betrieb war ursprünglich im alten Vögl-Haus untergebracht, der späteren Servus-Buchhandlung. Nach fünf Jahren übersiedelte Ferdinand Janisch in das Haus Ilz Nr. 23, das er 1906 erbaut hatte, das heutige Apotheker-Haus. Er baute eigene Fahrräder, laut Prospekt drei verschiedene Modelle.
Dazu fuhr er oft selbst mit seinem Fahrrad nach Graz (auch zu den Puchwerken), um Teile wie Kettenglieder, Felgen und Reifen im Rucksack nach Hause zu bringen. Später fuhr er auch mit der Postkutsche nach Gleisdorf und von dort mit der Bahn ins Puch-Werk.
Er galt als sehr strenger, aber immer korrekter Lehrherr. Diese Strenge galt auch seinen drei Kindern: den Söhnen Ferdinand und Franz sowie der Tochter Maria Janisch, die später Karl Salchinger heiratete.
Ferdinand Janisch I war von 1920 bis 1928 Bürgermeister von Ilz und 16 Jahre lang Wehrhauptmann der Ilzer Feuerwehr. Hier kamen ihm und damit der Feuerwehr seine technischen Fachkenntnisse zugute, sodass die Ilzer Feuerwehr eine führende Stellung innerhalb des Bezirkes erreichte.
Mit dem verstärkten Auftreten des Benzinmotors begann Ferdinand Janisch I auch mit dem Verkauf und der Reparatur der für die damalige Zeit sehr modernen Motoren. Dafür wurde Ferdinand Janisch II nach der Realschule eigens längere Zeit als Volontär ausgebildet, sodass die Firma Janisch in einem weiten Umkreis für ihre Kompetenz bei Benzinmotoren bekannt wurde.
Zwei Motorradfahrer vor dem Haus
Werkstatthof mit einem Lager voller Fahrräder
Landmaschinen und Fahrräder im Hof
Kettenscheibe eines Janisch-Rads, Prägung „Janisch Ilz Rad“
Mit dem Motorrad vor dem Haus
2
Zweite Generation
Ferdinand Janisch II
Traktoren
Fahrräder
Motorräder
Schlosserwerkstatt
Traktoren im Werkstatthof, einer mit Holzgas-Antrieb
Im Jahr 1933 kaufte Ferdinand Janisch II das Haus Ilz Nr. 79. Gleichzeitig baute er daneben einen großen Vorratsraum und eine Garage. Im selben Jahr heiratete er Aloisia (genannt Luisi) Weghofer, eine ausgebildete Fotografin und eine ausgesprochen schöne und liebenswerte Frau. Sie arbeitete tatkräftig im Geschäft mit, war für die Buchhaltung zuständig und baute den Nähmaschinenhandel auf. Leider starb sie viel zu früh, im Jahr 1940, an einer Lungenentzündung. Sie hinterließ zwei Kinder, Ilse (geboren 1936) und Ferdinand III (geboren 1939), und einen Mann, der sich in der Folge sein ganzes Leben ausschließlich dem Geschäft und seinen Kunden widmen sollte.
Während des Zweiten Weltkrieges gab es praktisch keinen Verkauf, sondern hauptsächlich Reparaturen. Aufgrund der Treibstoffknappheit wurden sogar benzingetriebene Auto- und LKW-Motoren auf Holzvergaserbetrieb umgebaut. Aus dieser schweren Zeit blieben viele Erinnerungen. So wurde Ferdinand Janisch III mit seiner Schwester während eines Fliegerangriffes von der Buchhalterin Agnes Jeindl (später Ordensschwester in Südamerika) zur Familie Zeiler nach Pöngraben gebracht.
Nach dem Zweiten Weltkrieg war es eine der dringlichsten Aufgaben, die Landwirtschaft anzukurbeln. Es herrschte überall Hunger und Not. Die Produktivität landwirtschaftlichen Bodens musste erhöht werden, dafür wurde die Entwicklung von Traktoren forciert. Die Steyr-Werke begannen mit dem Bau von Traktoren für die Landwirtschaft. So lag es für die Firma Janisch auf der Hand, als erster Händler der Oststeiermark mit dem Verkauf und Kundendienst von Traktoren zu beginnen. Wer kennt noch den legendären Steyr 180?
Traktoren vor den Garagen
Es war eine Revolution auf dem Gebiet des Lastentransportes, des Mähens und der Bodenbearbeitung. Unser ausgezeichneter Techniker Ing. Heinrich Jeindl und Franz Gether in der Werkstätte verstanden es, Verbesserungs- und Entwicklungsvorschläge an das Steyrwerk heranzutragen. Einige davon wurden verwirklicht, wovon nach der Übernahme durch Ferdinand Janisch III noch manchmal stolz berichtet wurde. Im Jahr 1949 starb Ferdinand Janisch I an einem Sonntag während eines Feuerwehrfestes, worauf das Fest augenblicklich abgebrochen wurde.
Erst jetzt übernahm Ferdinand Janisch II die Leitung der Firma, wobei sein Bruder Franz für die Werkstätte zuständig war. Diese befand sich noch immer im Haus Ilz Nr. 23. Ferdinand Janisch II, ein Geschäftsmann mit Weitblick, hatte schon im Jahr 1938 das Posthaus Nr. 61 samt Grund gekauft. 1953 wurde das ehemalige Wirtschaftsgebäude abgetragen, um in der Folge einen Lagerraum samt drei Garagen, eine Tankstelle und den Keller zum Hauptgebäude zu errichten. Ein Jahr darauf wurden das zweistöckige Geschäftshaus, die Werkstätte und eine Montagehalle aufgebaut. Nach dem Bau einer Autowaschhalle mit zwei Hebebühnen und dem Bau von sieben weiteren Garagen wurde der Werkstättenbetrieb 1955 teilweise vom Haus Nr. 23 in die neue Halle beim Haus Nr. 150 verlegt. De facto wurde in beiden Werkstätten gearbeitet.
Die tragende Säule in dieser Zeit bildete der Verkauf von Traktoren mit Zusatzgeräten sowie von landwirtschaftlichen Maschinen. Um 1960 erweiterte sich das Verkaufsprogramm um Großgeräte: Mähdrescher der Welser Epple-Werke. Die Chancen für den Verkauf wurzelten vor allem im entsprechenden Kundendienst und in den gut geschulten Fachkräften.
Geschmückter Traktor mit Anhänger
Ferdinand Janisch III wurde, wie seine Schwester Ilse, in sehr guten Schulen unterrichtet und absolvierte schließlich das Studium des Maschinenbaus an der Technischen Universität in Graz. Nach einem Forschungsstipendium an der Rice University in Houston, Texas, und ersten praktischen Kontakten mit Wärmetechnik wurde er von den Elin-Werken in Weiz engagiert. Hier lagen die Schwerpunkte vor allem bei Lüftungs- und Kühltechnik sowie bei der Planung von Dampfturbinen.
Zum Studienaufenthalt in Amerika konnte Ferdinand Janisch III schon gemeinsam mit seiner Gattin Franziska (geb. Trummer, von der Trummer-Mühle in Hofing bei Ilz) aufbrechen. Es gibt noch zahlreiche Dokumente der wechselseitigen Sehnsucht von Vater Janisch und den Eltern Trummer. So unternahm Berta Trummer, die Schwiegermutter von Ferdinand Janisch III, mit Ferdinand Janisch II und dessen Tochter Ilse Nuster eine „kleine“ große Reise, um das Ehepaar Janisch in New York zu treffen und quasi abzuholen. Da traf es sich gut (zwei Fliegen auf einen Schlag), dass zu diesem Zeitpunkt eine Weltausstellung in New York stattfand. Das soll ein interessantes und spektakuläres Erlebnis gewesen sein.
In den frühen 60er-Jahren zeichnete sich bereits eine recht schwierige Entwicklung ab, da immer mehr landwirtschaftliche Genossenschaften aufkamen, die einige Vorteile gegenüber privaten Firmen hatten (und haben). Neben dem Rückhalt der Raiffeisenbanken und der Möglichkeit, Waren statt Geld für Getreide, Milch, Vieh und Holz rückzuvergüten, kam auch der Steuerfiskus weniger zum Zug.
Firmenwagen mit der Aufschrift „Heizung · Sanitär · Bäder, Dipl. Ing. Ferd. Janisch, 8262 Ilz“
Nach dem plötzlichen Tod von Ferdinand Janisch II im Dezember 1965 übernahm Ferdinand Janisch III den Betrieb. Durch den immer stärker werdenden Konkurrenzkampf sah er sich bald gezwungen, neue Geschäftsbereiche zu erschließen. Er gab die Werkstätte im Haus Nr. 23 auf, sodass seit 1966 sämtliche Mitarbeiter im Haus Ilz Nr. 150 tätig sind.
Eine Verlagerung auf PKW-, Moped- und Fahrradverkauf erwies sich als die richtige Entscheidung: Der damalige Vertrag mit Steyr-Daimler-Puch führte zur Neuwagen-Automarke Steyr-Fiat. Daher errichtete er 1968 eine eigene PKW-Werkstätte und 1969 ein Ersatzteillager dazu. Damit war die Werkstätte in zwei Hallen geteilt (Traktoren- und PKW-Bereich).
Ebenfalls 1968 begann die Firma Janisch als erstes steirisches Unternehmen, Schutzraum-Teile zu erzeugen und ganze Schutzräume auszustatten. Ferdinand Janisch war in diesem Bereich auch als Erfinder tätig (Patent für einen Sandfilter). Ausbildung, Praktika und der Schutzraumbereich führten über die Lüftungstechnik quasi direkt zu einem neuen Geschäftszweig, den es bei uns bis heute gibt.
Firmenauto „F. Janisch Ilz“
1969 absolvierte Ferdinand Janisch III die Konzessionsprüfung für Gas- und Wasserinstallationen und den Zentralheizungsbau. Damit konnte der geschäftliche Rückgang abgefangen werden, und es entstanden interessante Arbeitsplätze.
Ab 1970 übernahm die Firma Janisch die Vertretung der Automarke Mazda. Franziska Janisch unterstützt seit damals mit voller Tatkraft den Betrieb und ist bis heute eine wichtige Stütze für ihren Gatten. Ständige Baumaßnahmen und Gebäudeadaptierungen begleiteten die Firma Janisch in den folgenden 30 Jahren.
Der Geschäftsraum samt Auslagen wurde mehrmals umgestaltet, die Büroräumlichkeiten wurden renoviert, die Tankstelleneinrichtungen technisch adaptiert und ein neues Installationslager dazugebaut. 1976 wurde das zweistöckige Geschäftshaus mit einem Personen- und Lastenlift ausgestattet. Zum 80-jährigen Jubiläum im Jahr 1981 wurde der Ausstellungsbereich termingerecht modern gestaltet, sodass die Feierlichkeiten bereits in den Räumlichkeiten im „neuen Gewand“ stattfinden konnten.
1993 entschloss sich DI Ferdinand Janisch, die Tankstelle aufzulassen, um verstärkt am Installations- und Autosektor präsent zu sein. Dazu wurden das komplette Erdgeschoß des Geschäftshauses samt neuem Vorbau und der Platz rund um das Haus neu gestaltet. In den folgenden Jahren erhielt DI Ferdinand Janisch einige Innovationspreise beim steirischen Installateurswettbewerb „Wärme aus Holz“ und wurde schließlich nach absolvierter Ausbildung von Bundesminister Molterer persönlich zum Biowärme-Installateur ernannt. Später wurde der Kundenbereich für den Installationssektor neu strukturiert: Es entstand ein Installations-Fachmarkt, dessen Übersichtlichkeit die Kunden sehr schätzten.
Beim Schutzraumbau in der Werkstatt
Mopeds und Motorräder im Verkaufsraum
DI Ferdinand Janisch auf dem Ausstellungsplatz der Neuwagen
Drei Männer mit Moped
Ferdinand Janisch als Bub an der Säulenbohrmaschine in der Werkstatt
Schild mit den Marken Steyr, Fiat und Puch
Aufkleber „Dipl. Ing. F. Janisch, Ilz“
Das FJ-Firmenzeichen
4
Vierte Generation
DI Luise Janisch
Heizung
Sanitär
Schwimmbäder
Fahrräder
Autowerkstatt
Autoverkauf
Seit dem Jahr 2001 sind DI Luise Janisch, die Tochter von DI Ferdinand „Ferry“ Janisch, und ihr Ehemann DI Robert Tesar im Familienbetrieb tätig.
DI Luise Janisch maturierte an der HTL Pinkafeld (Haustechnik) und absolvierte danach an der Universität für Bodenkultur Wien das Studium der Kulturtechnik und Wasserwirtschaft. Nach dem ausgezeichneten Abschluss arbeitete sie noch zwei Jahre lang an der TU bei einem Forschungsinstitut, ehe sie in das Unternehmen kam. Heute führt sie den Betrieb als Geschäftsführerin.
DI Robert Tesar absolvierte nach der Kraftfahrzeugtechnik-Matura und einem längeren Berufspraktikum bei der Fernwärme Wien (erste wärmetechnische Erfahrungen) ebenfalls das Studium der Kulturtechnik und Wasserwirtschaft an der BOKU Wien. Anschließend war DI Tesar in der Wasserwirtschaftsabteilung der Betriebsgesellschaft Marchfeldkanal beschäftigt.
2019 wurde die KFZ-Sparte geschlossen, um sich noch mehr auf den Haustechnik-Zweig zu spezialisieren.
Ab Juni 2024 haben wir das Geschäftshaus in Ilz 150 ausgeräumt und umgebaut. Am 19. September 2026 haben wir dort 125 Jahre Familienbetrieb gefeiert, mit einer Hausmesse und der Eröffnung unseres neuen Schauraums. Ausgestellt waren auch Stücke aus unserer Geschichte: alte Motorräder und ein Steyr-Traktor aus der Zeit, als bei Janisch noch Fahrzeuge verkauft und repariert wurden. Danke an alle, die mit uns gefeiert haben.
DI Luise Janisch, Geschäftsführerin
Familie Janisch und Tesar
Werbesujet von Janisch Haustechnik
DI Luise Janisch beim Jubiläumsfest, 19. 9. 2026
Der neue Schriftzug über dem Eingang
Steyr-Traktor in der Jubiläumsausstellung
Oldtimer-Motorräder in der Jubiläumsausstellung
Die Jubiläumstorte
5
Fünfte Generation
Silvan Tesar
Lehre
Studium
Seit 2023 ist mit Silvan Tesar, dem Sohn von DI Luise Janisch, die fünfte Generation im Betrieb tätig. Er absolvierte die HTL Weiz (Maschinenbau, Spezialisierung Energie- und Umwelttechnik) mit Auszeichnung und macht nun die Lehre zum Installations- und Gebäudetechniker. Zusätzlich studiert er berufsbegleitend an der Hochschule Burgenland Energie- und Gebäudetechnik.
Silvan Tesar an einer Übungswand für Heizungstechnik
Die Lehrlinge Silvan Tesar und Jannik Gerstmann
2024 bis 2026
Zurück im Hauptgebäude
Ab Juni 2024 haben wir unser Geschäftshaus in Ilz 150 ausgeräumt, ab Mai 2025 wurde es umgebaut. Während der Bauphase waren wir in unserer alten Werkstatt untergebracht, der Betrieb lief ohne Einschränkungen weiter. Beim Umbau haben wir die Rohre der Betonkernaktivierung verlegt und bei der Haustechnik mitgearbeitet.
Heute ist das Hauptgebäude das Gesundheitszentrum Ilz 150, und wir sind zusammen mit anderen Partnern wieder eingezogen, mit Büro und neuem Schauraum.
Nach der mit ausgezeichnetem Erfolg beendeten HTL für Gebäudetechnik schloss ich das Studium der Wasserwirtschaft und Kulturtechnik an der BOKU Wien mit dem Diplomingenieur ab. Anschließend sammelte ich weitere Berufserfahrungen. Ich bin seit 2001 im Unternehmen tätig.
Nachdem ich die HTL für Maschinenbau absolvierte, schloss ich das Studium der Wasserwirtschaft und Kulturtechnik an der BOKU Wien mit dem Diplomingenieur ab. Weitere Stationen waren die Fernwärme Wien und das Projekt Marchfeldkanal. Seit 2001 arbeite ich in der Firma Janisch.
Nachdem ich bereits jahrelange Erfahrung in der Branche sammeln konnte, arbeite ich seit 2025 bei der Firma Janisch. Als Organisationstalent sorge ich mit viel Freude dafür, dass in unserem Büro alles reibungslos läuft.
Manfred Pußwald
Installateur
Schon seit dem Beginn meiner Lehrzeit im Jahre 1983 bin ich glücklich bei Janisch Haustechnik beschäftigt. In dieser Zeit konnte ich unzählige Erfahrungen sammeln und selbst auch einige Lehrlinge selbst ausbilden.
Christian Kröll
Installateur
Seit dem Start meiner Lehre bin ich seit 1990 immer in der Firma angestellt. Durch die abwechslungsreiche Arbeit im Heizungs- und Sanitärbereich konnte ich mein Wissen stets ausbauen.
Jannik Gerstmann
Lehrling
Nach ein paar Schnupperwochen habe ich seit September 2025 meine Lehre zum Installations- und Gebäudetechniker gestartet. Mich interessiert die Vielfältigkeit meines Traumberufes sehr und ich genieße die familiäre Atmosphäre.
Nach meinem Abschluss mit ausgezeichnetem Erfolg der HTL für Maschinenbau (Spezialisierung Energie- und Umwelttechnik) bin ich seit 2023 im Unternehmen aktiv. Derzeit mache ich die Lehre zum Installations- und Gebäudetechniker und studiere berufsbegleitend Energie- und Gebäudetechnik.
Wir suchen Verstärkung in Ilz, auch Lehrlinge. Alle offenen Stellen findest du auf der Karriereseite.
Danke an alle, die bei uns gearbeitet haben: an unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und an die vielen Lehrlinge, die hier ihr Handwerk gelernt haben.
Auszug: im Eintrittsjahrzehnt jeweils alphabetisch, vor 1945 ungenügende Quellen.
20er Jahre
Janisch Franz sen., Ilz
Hohensinner Franz, Reigersberg
Schafler Johann, Dörfl
Zehethofer Franz, Buchberg
30er Jahre
Gajski Sepp, Ilz
Jeindl Agnes, Ilz
Tropper Erich, Ilz
40er Jahre
Gerstl Walter, Illensdorf
Gether Franz, Ilz
Ing. Jeindl Heinrich, Ilz
Maurer Antonia, Ilz
Strauß Anton, Unterettenbach
Wippel Josef, Buch bei Hartberg
50er Jahre
Donner Alfred, Ilz
Donner Alois, Ilz
Draxler Hermine, Stallhofen
Duschanek Gretl, Ilz
Duschanek Fritz, Ilz
Fink Josef, Ilz
Harmtodt Frieda, Loimeth
Janisch Franz jun., Ilz
Janisch Johann, Breitenbach
Jeindl Franz, Ilz
Nuster Ilse, Ilz
Perisch Franz, Ilz
Pint Johann, Walkersdorf
Prenner Ludwig, Ilz
Dr. Maier Rudolf, Neudorf
Maurer Gottfried sen., Ilz
Perlaki Lieselotte, Fürstenfeld
Rigg Franz, Nestelbach
Schreiner Albert, Gillersdorf
Wiesenhofer Gerda, Ilz
Wiesenhofer Hermann, Ilz
60er Jahre
Dampfhofer Johann, Gschmaier
Erhart Hermann, Walkersdorf
Fleischhacker Sepp, Loimeth
Frank Otto, Walkersdorf
Fürndratt Hans, Wolflauf
Gether Rupert, Maierhofenberg
Janisch Erwin, Aschau
Jeitler Karl, Mutzenfeld
Lendl Johann, Aschau
Maurer Gottfried jun., Ilz
Papst Franz, Kleegraben
Pfingstl Walter, Dörfl
Rath Josef, Kleinsteinbach
Schwab Anni, Walkersdorf
Seifried Franz, Edenberg
Sokoll Erich, Kalsdorf
Spanninger Manfred, St. Kind
Till Franz, Neudorf
Vögl Hans, Leithen
70er Jahre
Grabner Elfi, Dörfl
Freiberger Karl, Stadtbergen
Goger Ferdinand, Kroisbach
Gölles Hermann, Hainfeld
Gruber Erich, Reigersberg
Grundmann Ernst, Walkersdorf
Heidenhofer Peter, Kleegraben
Janisch Franz, Reigersberg
Kocmut Anton, Ilz
Koller Günter, Burgau
Krenn Herbert, Neudorf
Käfer Herbert
Lang Franz, Hainersdorf
Lafer Franz, Kleegraben
Löffler Gerhard, Buchberg
Loidl Alois, Kroisbach
Pendl Hans, Lindegg
Pfeiffer Herbert, Gschmaier
Pfingstl Gerhard, Neudorf
Pußwald Robert, Ziegenberg
Schadler Otto, Weinberg
Wagner Josef, Fürstenfeld
80er Jahre
Barones Reinhard, Breitenbach
Haberl Franz, Walkersdorf
Hauptmann Josef, Blumau
Käfer Herbert, Neudorf
Kober Walter, Egelsdorf
König Werner, Walkersdorf
Kulasinak Andreas, Gschmaier
Nowak Gerhard, Söchau
Pongratz Josef, Ziegenberg
Rabl Anton
Schaller Günter, Hainersdorf
Tandl Reinhard, Ilz
Tandl Wolfgang, Dambach
Teuschler Manfred, Großwilfersdorf
Wagner Josef, Ottendorf
90er Jahre
Auner Klaus, Großhartmannsdorf
Auner Rene, Großsteinbach
Eibel Renate
Gmoser Michael, Gschmaier
Genser Markus
Knaus Andreas, Hainfeld
Lederer Bernhard, Burgau
Mittendrein Gerald, Ziegenberg
Moik Robert, Egelsdorf
Tandl Reinhard, Ilz
Urschler Arno, Hainersdorf
00er Jahre
Babic Ferit
Feigl Rosalinde
Neuherz Jürgen, Bad Blumau
Posch Mario
Wilfling Martin
Zöhrer Jürgen
10er Jahre
Egger Cornelia
Han Andreas
Horvath Andreas
Müller Marko
Triebl Leonhard
Anfrage
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